Shadow-KI
KI-Komponenten in eingekaufter Software oder frei genutzten Tools werden oft nicht als KI-System inventarisiert. Trotzdem können Pflichten nach EU AI Act, DSGVO und internen Governance-Vorgaben entstehen.
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Der EU AI Act gilt. Erste Pflichten sind bereits anwendbar. Für Hochrisiko-KI-Systeme verschiebt der Digital Omnibus voraussichtlich Teile der Zeitachse, aber nicht die Notwendigkeit einer belastbaren KI-Governance.
Seit dem 2. Februar 2025 gelten im Rahmen des EU AI Act die ersten verbindlichen Anforderungen, darunter das Verbot bestimmter KI-Praktiken und die Pflicht zur KI-Kompetenz für Personen, die KI-Systeme einsetzen oder betreiben.
Was viele unterschätzen: Die regulatorischen Anforderungen kommen nicht einzeln. DORA, NIS2, DSGVO und der EU AI Act überschneiden sich mit unterschiedlichen Fristen, Behörden und Sanktionsregimen. Eine KI-bezogene Compliance-Verletzung kann gleichzeitig die FMA, die Datenschutzbehörde und den Betriebsrat betreffen.
Für mittelgroße Regionalbanken und Versicherungen in Österreich entsteht damit eine besondere Herausforderung: Sie betreiben oft dieselben Kernsysteme wie Großinstitute, verfügen aber über deutlich knappere interne Compliance-Ressourcen.
Nach der politischen Einigung zum Digital Omnibus vom 7. Mai 2026 sollen Regeln für bestimmte Hochrisiko-Bereiche ab 2. Dezember 2027 gelten. Bis zur formellen Veröffentlichung im Amtsblatt bleibt eine vorsichtige Planung auf Basis beider Zeitachsen sinnvoll.
KI-Komponenten in eingekaufter Software oder frei genutzten Tools werden oft nicht als KI-System inventarisiert. Trotzdem können Pflichten nach EU AI Act, DSGVO und internen Governance-Vorgaben entstehen.
Mehr zu Shadow-KIDer EU AI Act ist seit 1. August 2024 in Kraft. Bestimmte Verbote gelten seit Februar 2025. Hochrisiko-Pflichten, Transparenzpflichten und nationale Aufsicht müssen jetzt strukturiert vorbereitet werden.
Mehr zum EU AI ActÜber AktG §84 und BWG §39 wird KI-Governance zur Organisationspflicht. Nichtwissen über eingesetzte KI-Systeme ist kein tragfähiges Kontrollkonzept.
Mehr zur VorstandshaftungMarktführende Plattformen für Kernbanking, AML, Underwriting und HR können KI-Komponenten enthalten. Wer diese Systeme einsetzt, trägt eigene Betreiberpflichten.
Mehr zu Vendor-KIDie Grundrechte-Folgenabschätzung nach Art. 27 EU AI Act ist vor allem bei Kreditwürdigkeitsbewertung und Life-/Health-Insurance-Risikobewertung relevant.
FRIA verstehenChatGPT, Copilot, Claude und andere Allzweck-KI-Dienste brauchen klare Nutzungsregeln, Datenschutzprüfung, Inventarisierung und Provider-Due-Diligence.
Mehr zu GPAIApps und digitale Produkte unter eigener Marke können neben DORA auch CRA-Pflichten auslösen. Rollenklärung ist der erste Schritt.
CRA prüfenKI-Systeme mit Mitarbeiterdaten, HR- oder Kontrollfunktion können Betriebsratseinbindung und Betriebsvereinbarungen erforderlich machen.
ArbVG-Schnittstelle prüfenDer Weg zur EU AI Act-Compliance ist kein einzelnes Projekt, sondern ein strukturierter Prozess in mehreren Phasen: Bestandsaufnahme, Risikoklassifikation, Rollenklärung, Gap-Analyse, Governance und laufende Überwachung. Internationale Normen wie ISO/IEC 42001:2023 bieten dafür einen Rahmen. Sie ersetzen jedoch nicht die individuelle Auseinandersetzung mit den konkreten KI-Systemen, Geschäftsprozessen und Verantwortlichkeiten Ihres Instituts.
KI-Bias ist nicht nur ein technisches oder EU-AI-Act-Thema. Wenn KI-Systeme Diskriminierungsrisiken in HR, Kreditvergabe, Underwriting oder Kundenzugang erzeugen, können diese Risiken auch für CSRD-/ESRS-Berichterstattung relevant werden: als soziale Auswirkung, Governance-Thema, Risikomanagementfrage oder prüfbarer Nachweis.
Der internationale Standard für KI-Managementsysteme schafft Struktur, deckt aber nicht alle EU AI Act-spezifischen Pflichten ab.
ISO/IEC 42001 verstehenOhne vollständige Bestandsaufnahme bleiben Risikoklassifikation, FRIA und Governance lückenhaft.
Mehr zum KI-InventarPrüfbare KI-Governance heißt: Inventar, Rollen, FRIA, Logs, Meldewege und Nachweise jederzeit belastbar vorlegen können.
Audit-Readiness aufbauenWir begleiten österreichische Finanzinstitute von der Erstbestandsaufnahme bis zur prüfbaren Governance-Struktur.
Projektbegleitung ansehenZentrale Begriffe aus EU AI Act, ISO/IEC 42001 und KI-Governance, jeweils mit Verweisen auf die passenden Themenseiten.
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